Verschlüsselung ... der Spagat zwischen Sicherheit und Bedienbarkeit

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Verschlüsselung ... der Spagat zwischen Sicherheit und Bedienbarkeit

Beitrag  Thorvald am 19.09.14 2:28

Spezialisten verstehen oft die Normal-User nicht und konstruieren Verschlüsselungsprogramme, die top sind .. mit dem kleinen Nachteil, das Anwender nicht wissen, wie sie das Programm nutzen sollen. Oder für ein Emailprogramm gibt es dann schon aufgesetzte Zusatzfunktionen .. doch kaum kommt eine neue Programmversion heraus, funktioniert die Zusatzfunktion nicht mehr.

Ebenso ist für viele Leute der Begriff "Zertifikate" im Zusammenhang mit Emailtexten nicht geläufig.

Aktuell ist mir eine Lösung über den Weg gelaufen, die mich bisher tatsächlich mal überzeugen konnte (vielleicht habe ich aber auch den Pferdefuss noch nicht gefunden *smile*). Wie funktioniert das System? Ein User schreibt einem zweiten Nutzer eine Email. Er verschlüsselt diese Email mit diesem Programm über ein selbst ausgedachtes Passwort.

In diesem Fall lautet die Nachricht: "Das ist ein Text." Mit dem Passwort "Aha" formt das Programm daraus nach dem hohen Standard "AES-256 Algorithmus" den Kauderwelsch ":iQEq203/D+5j+TxgDafEYmz7bEQ7ORXGB9O10Hb5GeKWINwsac9vHU7x0qdXpFdo:". Wenn nun diese Email so abgeschickt wird, kann der Empfänger mit diesem gleichen Programm den Text entschlüsseln, sofern der bei sich das Passwort "Aha" eingibt. Eine integrierte Liste sorgt dann dafür, dass man jedem Partner sein eigenes Passwort zuordnen kann, ohne es zu vergessen.

Die Bedienung erscheint mir tatsächlich sehr leicht zu sein. Sie läßt sich auch auf jeden sonstigen Text anwenden, also nicht nur bei Emails. Bis zu diesem Punkt ist das Programm kostenlos. Voraussetzung beim Gegenüber ist, dass auch er dieses Programm nutzt. Meistens sind es ja nicht sooo viele Partner, mit denen Normaluser lieber auch mal verschlüsselt schreiben wollen. Doch letztlich gilt diese "Einschränkung" auch für andere Verschlüsselungssysteme. Auf das Thema "symetrische" und "asymetrische" Verschlüsselungsverfahren will ich hier nicht näher eingehen. Für Kenner der Materie sei gesagt: hier handelt es sich um ein symetrisches Verfahren. Ich gestehe, dass ich damit leben kann, wenn sich dadurch wenigstens mehr verschlüsselte Texte versenden lassen. Und durch die interne Passwortliste bekommt das ganze wieder eine nutzbare Vielfalt.

Eine kurze Video-Info grundsätzlicher Art ist beispielsweise hier zu finden:
http://www.focus.de/digital/videos/abhoersichere-nachrichten-so-verschluesseln-sie-ihre-e-mails_vid_40492.html
 
Sofern man allerdings nicht nur Text, sondern auch andere Dateien und Emailanhänge, PC-Ordner oder ganze Festplatten so verschlüsseln möchte, muss man eine Lizenz kaufen: in diesem Fall 10,00 Euro. Gegenüber anderen Lösungen, die komplett kostenlos sind, aber deren Bedienung leider oft erheblich komplizierter sind (und auch der jeweilige Partner ja diese Bedienung beherrschen muss), sieht mir diese Lösung doch sehr freundlich aus. Diese Variante gibt es auch als portable Version.

Wer es ausprobieren mag, hier der Link: https://www.abelssoft.de/apps/geheimtext/
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